Tipps & Hinweise 

Wir haben für Sie einige wichtige Hinweise und Tipps zusammengestellt, die jeden Schuldner betreffen.

 

1. Pfändungsschutzkonto

Oberste Priorität ist es, dass Sie ihr monatliches Einkommen zum Lebensunterhalt schützen. Seit dem 01.01.2012 ist Ihr pfändungsfreies Einkommen, auch bei Bezug von Sozialleistungen nicht mehr automatisch auf Ihrem Konto geschützt. Um den Schutz zu erhalten,  müssen Sie bei Ihrer Bank Ihr bestehendes Konto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln lassen. Nach der Umwandlung sind Guthaben bis zu einem monatlichen Betrag von akt. 1.045,04€ auf Ihrem Konto geschützt. Wenn Sie Unterhaltspflichten (z.B. für leibliche Kinder, Ehepartner ohne eigenes Einkommen) haben, benötigen Sie zusätzlich eine Bescheinigung über einen erhöhten Pfändungsfreibetrag. Diese Bescheinigung können wir Ihnen ausstellen.

 

2. Der Gerichtsvollzieher

Wenn man Schulden hat und ein Gläubiger die Geduld verliert, kann es jederzeit passieren, dass von einem Gläubiger ein Gerichtsvollzieher beauftragt wird, um die Forderung einzutreiben. Der Gerichtsvollzieher hat natürlich  Rechte und Pflichten, an die er sich halten muss. Aber auch Sie haben Rechte und Pflichten wenn sich der Gerichtsvollzieher bei Ihnen ankündigt. Äußerst wichtig ist, dass Sie den Gerichtsvollzieher nicht ignorieren. Wenn er vor Ihrer Haustür steht sind Sie verpflichtet, ihm Zutritt zu ihrer Wohnung zu gewähren, i.d.R. werden Sie jedoch zu einem bestimmten Termin vorgeladen. Nehmen Sie diesen Termin unbedingt Ernst, falls Sie den Termin nicht einhalten können, rufen Sie den Gerichtsvollzieher an und bitten um eine andere Terminabstimmung.   Sofern Sie kein pfändbares Einkommen haben, kann der Gerichtsvollzieher Sie auch nicht zur Zahlung einer Rate zwingen.

 

3. Inkassounternehmen

Inkassounternehmen sind für viele Schuldner eine hohe Belastung. Vor allem wenn Sie Telefonterror betreiben oder Hausbesuche machen. Außendienstmitarbeiter von Inkassofirmen müssen Sie grundsätzlich nicht in Ihre Wohnung lassen. Sollte ein Inkassounternehmen Sie permanent anrufen, um Druck auszuüben, können Sie Ihnen die telefonische Kontaktaufnahme untersagen. Haben Sie eine Schuldnerberatung oder Anwaltskanzlei beauftragt, verweisen Sie strikt darauf, dass alle Korrepondenz an diese Stelle zu richten ist und Sie sich selbst nicht äußern. Die Schuldnerberatung wird sich dann darum kümmern.  

 

Was Sie beachten müssen wenn Sie uns beauftragen:

 

4. Schulden bei der Hausbank

Sofern Sie Schulden bei Ihrer Hausbank haben (insbesondere ein in Anspruch genommener Dispositionskredit / Überziehung auf dem Girokonto, auf das Ihr Einkommen eingeht) und Sie eine Schuldnerberatung mit einem außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch beauftragen, ist es wichtig, dass Sie bei einer anderen Bank ein neues Guthabenkonto einrichten. Lassen Sie Ihr Einkommen auf das neue Konto überweisen. Sobald eine Schuldnerberatung von Ihnen beauftragt ist, wird diese Ihre Gläubiger anschreiben und eine aktuelle Forderungsaufstellung einholen. An dieser Stelle kann es passieren, dass Ihre Bank verunsichert ist und im eigenen Interesse versucht zu retten was zu retten ist. Ihre Hausbank hat das Recht Ihr gesamtes Monatseinkommen einzubehalten und mit der Dispoinanspruchnahme / Überziehung zu verrechnen, sie muss sich in diesem Fall nicht an Pfändungsfreigrenzen halten und es fehlt Ihnen ein komplettes Monatseinkommen.

 

5. Zahlungen an die Gläubiger

Bei allen Gläubigern, die  an der Schuldenbereinigung teilnehmen sollen, stellen Sie bitte die Zahlungen ein. Wenn Sie die Raten weiter zahlen wird sich kein Gläubiger auf eine geringere Rate im Rahmen des angestrebten, außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplanes einlassen. Die Verhandlungen mit den Gläubigern werden dann erschwert. Zudem soll ein Gleichbehandlungsgrundsatz eingehalten werden.

Zahlungen wie z.B. laufende Miete, Strom und Telefon müssen natürlich weiter gezahlt werden. Auch die Hausfinanzierung oder der Autokredit, wenn Sie diese Verträge fortsetzen möchten. Bei Einstellung der Zahlungen verlieren Sie sämtliche Rechte aus den Verträgen, d.h. die Wohnung kann gekündigt, die Energielieferung kann eingestellt werden, das Eigenheim kann versteigert, der PKW kann verwertet werden.

 

6. Ratenzahlungen

Sobald Sie uns beauftragt haben, vereinbaren Sie bitte keine Ratenzahlungen mit einem der Gläubiger, Inkassounternehmen oder dem Gerichtvollzieher. Wenn sich Gläubiger oder der Gerichtsvollzieher bei Ihnen melden verweisen Sie diese bitte strikt an uns, die Gläubiger sind verpflichtet, sich an Ihren Rechtsvertreter zu wenden. Will ein Gläubiger ein Angebot unterbreiten, kann er uns dieses gerne zukommen lassen. Wir kümmern uns um alles Weitere.

 

7. Post von den Gläubigern

Die laufende Mahn-Post, die Ihnen von den Gläubigern zugestellt wird, benötigen wir nicht. Sollte sich jedoch ein Gläubiger melden, der noch nicht in der Schuldenbereinigung berücksichtigt ist, benötigen wir dessen Adresse und das Aktenzeichen. Alle weiteren erforderlichen Informationen holen wir direkt beim Gläubiger ein.

 

 

8. Kreditkündigungen

Keine Panik, wenn Sie von einer Bank eine Kreditkündigung erhalten und die Bank dann plötzlich den vollen Betrag auf einmal zurück gezahlt haben möchte. Dabei handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Standardschreiben, die die Bank versenden muss. Dies berührt nicht die Verhandlungen über eine außergerichtliche Schuldenbereinigung.

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© www.kanzlei-heller-rotter.de letzte Aktualisierung: 28.09.2016